Unsere Statements

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Hausarzt/Facharzt/kooperative Versorgung (Barbara vom Stein)

Die integrierte Versorgung ist nicht gelebt worden. Es lebe die Kooperation!

Haus und Fachärzte und Krankenhausärzte müssen zusammen halten. Wir sollten uns nicht spalten lassen, das schwächt dauerhaft unsere Verhandlungsposition und gefährdet dadurch unsere Freiberuflichkeit.

Kooperation ist gut für uns Kollegen, Angehörige medizinischerFachberufe  und unsere Patienten.

Jeder der Bereiche hat eigene Aufgaben. Aber nur zusammen ergibt es ein Ganzes zum Wohle des Patienten.

Gleiche Rechte und Pflichten für alle Versorgungsstrukturen im ambulanten und stationären Bereich auch im Hinblick auf § 116b müssen eine Selbstverständlichkeit sein und dazu gehört auch die gleiche Vergütung. Unsere ärztliche Tätigkeit sollten wir durch Delegation von Aufgaben entlasten. Eine Substitution der ärztlichen Tätigkeit müssen wir vermeiden.

Junge Ärzte (Uwe Brock)

Junge Ärztinnen und Ärzte


Dem Ärztebündnis Nordrhein integriert junge Ärzte und unterstützt deren Anliegen und Wünsche


Ziel ist es den Bedürfnissen der jungen Ärztegeneration in der Ärztekammer Nordrhein Gehör zu verschaffen, aber auch ein Forum für junge Ärztinnen und Ärzte zu schaffen, die sich standes- und kammerpolitisch interessieren.

Die Wünsche und Sorgen von uns „Jungen“ sind in der Ärztekammer unterrepräsentiert. Längst etablierte und von den Problemen des ärztlichen Alltags entfremdete Kollegen bestimmen über Weiterbildungsordnung, Gebühren und die Ärzteversorgung. Flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben dürfen nicht nur auf dem Plan stehen sondern müssen ideenvoll und innovativ umgesetzt werden.

Es gilt das gravierende Ungleichgewicht zu korrigieren, welches inzwischen durch eine Überalterung fester berufspolitischer Strukturen entstanden ist. Angestellte und niedergelassene Mediziner spüren gleichermaßen, wie sehr der Arztberuf an Attraktivität verloren hat.

Wir stehen für ein Umdenken im Sinne von Generationengerechtigkeit unter Vermeidung eines kurzsichtigen "jung gegen alt". Ziel ist die Rückbesinnung auf die Kernaufgaben unseres Berufes. Die Perspektiven für eine selbständige und selbstbestimmte Tätigkeit müssen wiederhergestellt werden. Gegenseitige Fairness und Würdigung unserer Arbeit sind als kollegiales Selbstverständnis zu verstehen. Hieraus leitet sich unser berechtigter Anspruch auf Mitbestimmung ab.

Dabei ist uns innerärztliche Solidarität wichtig.

Wir sind für ein Miteinander der Klinikärztinnen und –ärzte sowie der Kolleginnen und Kollegen in der Praxis. Denn schließlich einen uns viele gemeinsame Ziele, die Attraktivität des Arztberufes an erster Stelle.

Sicherheit im Alter (Lothar Rütz)

Die Begehrlichkeit der Politik auf unser ärztliches Versorgungswerk ist ungebrochen.
Mittlerweile wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund nicht mehr jede Tätigkeit eines Arztes als Befreiungstatbestand von der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt. Auch bei jedem Arbeitsplatzwechsel muss ein neuer Befreiungsantrag gestellt werden.
Auf diese Weise soll die finanzielle Solidität der Ärzteversorgung ausgehöhlt werden.

Dem können wir nur gemeinsam wirksam entgegentreten, jung und alt, Ärzte und Ärztinnen!

Die Berufsordnung (Bernd Bertram)

Die Berufsordnung der Ärztekammer Nordrhein dient der Regelung der Berufsausübung der Kammermitglieder in Nordrhein. Sie findet ihre Grundlage im Heilberufsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Nach unserer Auffassung ist die Berufsordnung ein inzwischen so differenziertes Regelwerk mit solcher Ausdehnung geworden, dass sie von vielen nicht mehr gelesen und verstanden wird.

Vom Deutschen Ärztetag wird eine Muster-Berufsordnung verabschiedet, die dann auf Landesebene weitgehend umgesetzt wird. Wir haben hier sowohl auf Bundesebene durch Anträge beim Dt. Ärztetag als auch bei der Umsetzung auf Landesebene durch aktive Mitarbeit in den nordrheinischen Gremien Einfluss genommen.

Dabei geht es uns um eine positive Klarstellung unserer ärztlichen Freiberuflichkeit (kein Einfluß von Nichtärzten auf ärztlichen Entscheidungen) und die Verhinderung von unsinnigen Beschränkungen unserer ärztlichen Tätigkeit und von bürokratischen Behinderungen.

Ein von unserer Fraktion induzierter und vorangetriebener Vorstoß zu einer schlanken und nur die wesentlichen Aspekte regelnden neuen Berufsordnung scheiterte bisher am Widerstand anderer Kammern. Aber wir versuchen weiter, für eine positive Definition des freiberuflichen Arztberufes und eine schlanke Berufsordnung Mehrheiten zu finden und unsinnigen Regelungswahn zu verhindern.

eGK – die unendliche Geschichte (Barbara vom Stein)

Die geplante Einführung der eGK schlug ab 2006 große Wellen!

Was ist davon übrig geblieben?

Ab 01.01.2014 wird nur noch die eGK herausgegeben.

Sie ersetzt die Versichertenkarte. Alle Vorhaben wie elektronisches Rezept oder elektronische Befundberichte sind aus datenschutzrechtlichen Gründen auf der Strecke geblieben.

Hat dieses Auswirkungen auf den Praxisalltag?

Nein bis jetzt nicht, die alten Karten behalten ihre Gültigkeit.

Eines ist aber ganz sicher:

Wir wollen keinen Stammdatenabgleich mit der neuen eGK für die gesetzlichen Krankenkassen durchführen.

Radikaler Bürokratieabbau (Lothar Rütz)

Von diesem Dauerbrenner will eigentlich schon niemand mehr etwas hören. Aber obwohl es unendlich schwierig ist, es ist nicht unmöglich. Auch das wird uns nur gelingen, wenn wir gemeinsam handeln.

(So abgespeckt wie dieses Statement soll Bürokratie in Zukunft sein.)

Ärztlicher Notfalldienst (Barbara vom Stein, Bernd Bertram)

Der Ärztliche Notfalldienst wird auf lokaler Ebene hervorragend organisiert und ausgeführt. Dies ist ein Auszug aus einem einstimmigen Antrag der Kammerversammlung von November 2013.

Eine Reform der Notdienstordnung für eine reduzierte und annährend gleichmäßige Dienstbelastung der am Notdienst beteiligten Kollegen war Zielsetzung des Beschlusses der Vertreterversammlung der KV Nordrhein in 2011, der auf Antrag von Kollegen aus unserer Kammerfraktion in der KV beschlossen wurde. Weitere Anträge von Fraktionsmitgliedern in den KV- und Kammergremien z. B. zur Abhaltung von Regionalkonferenzen, um zunächst mit den Kreisstellenverantwortlichen der Regionen die Probleme zu detektieren und gemeinsame regionale Lösungen zu überlegen, fanden leider bisher keine Mehrheit.

Die Umsetzung von Änderungen im Notdienst schlägt große Wellen. Es ist nicht alleinige Aufgabe der KV den Ärztlichen Notfalldienst zu organisieren. Die Ärztekammer ist gleichberechtigter Partner laut Heilberufsgesetz und damit gemeinsam mit der KV dafür verantwortlich, wie der Notdienst organisiert wird.

 

Unsere Forderungen:

  • Ausgewogene und möglichst geringe Dienstbelastung aller Kollegen unter Wahrung regionaler Besonderheiten!
  • Keine unsinnige Gleichschaltung des Ärztlichen Notfalldienstes in Nordrhein, sondern Erhalt bewährter regionaler Strukturen!
  • Keine alleinige Übernahme der Verantwortlichkeit für alle Bezirke und Notfallpraxen durch die GMG!
  • Keine Erhöhung der über die KV-Verwaltungsgebühren zu zahlenden Kosten durch Aufblähung und Bürokratisierung des Notfalldienstes!
  • Erhalt wirtschaftlicher Strukturen im Ärztlichen Notfalldienst!
  • Kein Vorwegabzug aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung für die Honorare und Kosten des Notfalldienstes im Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und im Krankenhaus!

 

Gebührenordnung GOÄ (Lothar Rütz)

T-Aktie an der Börse, Bill Clinton wiedergewählt, 25 Jahre „Sendung mit der Maus“
Mittlerweile alles Geschichte – außer der GOÄ.

Wir schlagen uns immer noch mit der Struktur und den Dotierungen von vor! 1996 herum.
Eine „Verschlimmbesserung“ ist in Aussicht. Die Vorstellungen der Ärzteschaft stoßen nicht nur auf heftigen Widerstand des PKV-Verbandes sondern auch der Politik, die mit den Beihilfestellen der „größte Kunde“ ist. Wie das gut gehen soll und eine angemessene Honorierung sichergestellt wird, wir werden sehen, bzw. in die Röhre schauen, wenn wir weiterhin uneinig bleiben.

Weiterbildungsverbund (Peter Kaup)

Wir als Ärztebündnis-Nordrhein setzen uns ein für die Implementierung einer hausärztlichen Weiterbildung. Wir haben die ersten hausärztlichen Weiterbildungs-verbände initiiert und mitbegründet, dafür gesorgt, dass nun medizinischer Nachwuchs von Anfang an ein strukturiertes Weiterbildungsprogramm im Rahmen der fachärztlich allgemeinmedizinischen Ausbildung angeboten bekommt.

Ebenso haben und setzen wir uns für die kontinuierliche tarifgerechte Bezahlung, auch im ambulanten Bereich, der jungen Kolleginnen und Kollegen ein und können dies auch im Rahmen des Weiterbildungsverbundes gesichert darstellen.

Ohne eine systematische gezielte hausärztliche Weiterbildung ist die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten im hausärztlichen und fachärztlichem Bereich gefährdet, da nur bei guter Verzahnung dieser Versorgungsbereiche unnötige Doppeluntersuchungen und Krankenhausaufenthalte vermieden sowie die Verweildauer verringert werden.

Ebenso setzen wir uns als Ärztebündnis-Nordrhein für unsere im Ruhestand befindlichen Kollegen ein und sind bestrebt, diese mit im „Boot“ zu behalten. Kontakt und Gespräche besonders im Rahmen von lokalen Veranstaltungen auf Kreisstellenebene sollen zur Erhaltung der sozialen und beruflichen Vernetzung beitragen, da ganz besonders im Krisenfall aber auch bei ehrenamtlichen sozialen Unterstützungsmaßnahmen wie der medizinischen Versorgung von Wohnungslosen wir dringend auf die Hilfe unserer Pensionäre angewiesen sind.

Sie sind uns wichtig, denn ohne sie sind wir nicht komplett.

Fortbildung (Bernd Bertram)

Schon immer bestand Einigkeit unter Ärzten, dass eine berufsbegleitende Fortbildung nötig ist. 2004 wurde gegen den Widerstand der Ärzte von der Politik der obligate Fortbildungsnachweis eingeführt, der im Vertragsarztbereich bei Missachtung zu drastischen Sanktionen bis zum Zulassungsentzug führt.

Letztlich gelang es uns aber,

1.    

weitgehend zu verhindern, dass weitere Nachweise entsprechend einem „continous professional development“ obligat gefordert werden.

2.  

die Festlegung der Kriterien und die Zuständigkeit der Prüfung des Fortbildungsnachweises (weitgehend) in ärztlicher Hand zu behalten und nicht z.B. im Ministerium anzusiedeln.

3.  

unter Ausnutzen der verbliebenen Möglichkeiten die Erbringung der Fortbildungsnachweise für die Kollegen praktikabel und relativ einfach zu gestalten, sodass der Nachweis meist mit dem bisherigen Besuch von Fortbildungen gelingen müsste eventuell ergänzt durch Online/Zeitschriften-Fortbildungen.

Unsere Fraktion hat das Thema aktiv begleitet. Wir setzten hier Akzente zu verschiedenen Aspekten u. a. durch Anträge bei nordrheinischen Kammerversammlungen und Dt. Ärztetagen u.a.

  • bundesweite Vereinheitlichung der Bepunktung und Formalien mit dem Ziel der Vereinfachung und des Bürokratieabbaus
  • Anerkennung von gesponsorten Veranstaltungen, wenn diese ohne Einfluss auf den Inhalt sind (dies sollte von der Politik zunächst verboten werden)
  • Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften und Berufsverbänden zur Verbesserung der Qualität und des Angebotes und zur Senkung der Kosten für die Kammer
  • Aufhebung der Punktzahlobergrenzen in den einzelnen Kategorien und dadurch Erleichterung der Erlangung von Punkten
  • gleiche Fortbildungsnachweise für Niedergelassene bei der KV und für Kliniker über das Krankenhaus
  • durch das elektronische Fortbildungskonto für die Ärzte Vereinfachung der Erlangung des Fortbildungszertifikates (viele brauchen keine Papier-Teilnahmebescheinigungen mehr bei der Ärztekammer einzureichen) und für die Kammer eine Personaleinsparung, was sich positiv auf den Kammerbeitrag auswirkt

Aktuelle Probleme (Lothar Rütz)

Wer hätte das gedacht? Die Ärzte haben Recht behalten – der Ärztemangel ist Realität.
Noch sind es die Hausärzte, denen der Nachwuchs fehlt. Aber auch in anderen Bereichen knirscht es mittlerweile, z.B. Hygiene.

Da mag Mancher frei nach Wilhelm Busch denken, „wat geiht mick dat aan?“

Es geht uns alle an! Nur gemeinsam können wir die gesundheitliche Versorgung sichern.
Und nur gemeinsam können wir die hilflosen Versuche der Politik unterbinden, ärztliche Kernkompetenzen auf nichtärztliche Berufsgruppen zu übertragen.

Die Antwort der neuen Regierung auf die Strukturprobleme heißt: Ein neues Qualitätsinstitut
Dieses soll natürlich von den Ärzten finanziert werden.

Des „Gesundheitsministers neue Kleider“ stammen offensichtlich aus der „Kleiderkammer“ von Ulla Schmidt.

Vermissen Sie nichts ? (Lothar Rütz)

In einer Umfrage unter kalifornischen Fischern stellte sich heraus, dass das Umweltbewusstsein entgegen allen Erwartungen, nicht bei den jungen, sondern bei den alten Fischern besonders ausgeprägt war.

Weshalb?

Die Alten kannten noch den Fischreichtum, die Artenvielfalt und vor allem die Schönheit ihres Berufes aus der Zeit vor der Industrialisierung des Fischfanges.

Das bestätigt die Binsenweisheit, was man nicht kennt, vermisst man nicht.


Liebe junge Kolleginnen und Kollegen,

damit es Ihnen nicht ergeht wie den jungen Fischern in Kalifornien haben Sie nur die Wahl zwischen Mut zum Risiko und Berufsfreiheit auf der einen Seite oder leidliche soziale Absicherung und  berufliche Gängelung auf der anderen Seite.
 
Kämpfen Sie um Ihre berufliche Freiheit und Ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Auch wenn Sie diese bisher nicht kennen gelernt haben, sie werden sie einst nicht mehr missen wollen.

Kämpfen Sie um Ihre Freiheit, weil Sie nur so den Menschen, die sich Ihnen anvertrauen werden, die individuell beste Behandlung angedeihen lassen können.